Tatsächliche Verdungstung:

Potentielle Verdungstung

Bei der Verdunstung wird zwischen der potenziellen und tatsächlichen Verdunstung unterschieden. Bei einem Bewuchs durch Gras gibt die potenzielle Verdunstung die Wassermenge an, die von einer ausreichend feuchten Grasfläche an die Atmosphäre abgegeben wird. Sie ist die maximale Wassermenge, die dem Boden durch das Gras entzogen werden kann.

Ist der Boden durch fehlenden Niederschlag nicht ausreichend mit Wasser versorgt, schränken die Gräser ihre Verdunstung ein, so dass dann die tatsächliche Verdunstung deutlich unter der potenziellen liegt. Der Wassergehalt des Bodens, der dem Gras für die Verdunstung zur Verfügung steht, ist von der Bodenart abhängig.

Ein Sandboden speichert in der Schicht bis 60 cm Tiefe maximal 60 mm Wasser, ein Lehmboden dagegen 150 mm. Bei Trockenheit geht daher die tatsächliche Verdunstung über Sand schneller als über Lehm zurück.

Die in den Karten dargestellte potenzielle und tatsächliche Verdunstung wird nach der Methode von PENMAN-MONTEITH errechnet.

© Deutscher Wetterdienst, Offenbach